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Heidelberger Supercomputer schon in der Projektphase ausgelastet  (Archiv) 

Dr. Sabine Richling und Steffen Hau arbeiten an der Aufrüstung des bwGRiD-Clusters
Archiviert: 09.02.2009
Im Juli 2008 präsentierte die Ruprecht-Karls-Universität den Supercomputer im Rechenzentrum der Universität Heidelberg (URZ), der es als Teil des bwGRiD-Projekts unter die 500 schnellsten Rechner der Welt schaffte - Ein halbes Jahr später lässt sich jetzt ein weiterer Erfolg verbuchen: Der Heidelberger Grid-Rechner ist schon voll ausgelastet


Die Rechenaufträge der Wissenschaftler gehen bis an die Kapazitätsgrenze der Maschine, und die ist nicht gerade niedrig: Der Cluster umfasst zehn Blade-Center mit je 14 Rechenknoten und insgesamt 1120 Prozessoren. "Die starke Nutzung zeigt, wie dringend die Wissenschaftler in Heidelberg solch einen Cluster brauchen", so Prof. Michael Hebgen, Direktor des URZ. Vor allem für große Modellrechnungen, die einen Einzelrechner weit überfordern würden, eignet sich der Parallelrechner hervorragend. Solche Rechnungen fallen heute in allen wissenschaftlichen Bereichen an, in denen reale Situationen simuliert und optimiert werden, etwa in der Astrophysik, im Maschinenbau oder in den Biowissenschaften.

Gerade aufgrund der starken Nachfrage seitens der Wissenschaftler ist eine kompetente Anwendungsbetreuung unverzichtbar. Daher kam im November 2008 die neue Mitarbeiterin Sabine Richling ans URZ. Als promovierte Astrophysikerin kennt sie den wichtigen Stellenwert des Grid-Computing, um über die numerische Simulation von komplexen Vorgängen zu neuen Ergebnissen zu kommen: "Seit meiner Promotion ist die Arbeit mit Parallelrechnern gar nicht mehr wegzudenken." Natürlich tauchen dabei für die Wissenschaftler immer wieder Fragen auf, und es ist wichtig, dass dann ein Ansprechpartner da ist, damit die Arbeit weitergehen kann. Sabine Richling arbeitet mit dem Mannheimer Kollegen Steffen Hau zusammen, der am Rechenzentrum der Universität Mannheim angestellt ist und die Cluster in Heidelberg und Mannheim technisch betreut.

Auch technisch hat sich seit dem Sommer wieder einiges am Cluster getan: Das Betriebssystem, Scientific Linux, sowie die verschiedenen Software-Treiber wurden jüngst aktualisiert. Kostenpflichtige Anwendungssoftware wie zum Beispiel mathematische Bibliotheken sind in Planung, hierfür muss die Finanzierung noch geklärt werden.

Mittlerweile sind übrigens aus drei Schränken sechs geworden: Erste Institute wenden sich ans URZ, um den Cluster selbst mit Blade-Servern zu erweitern - auf eigene Kosten. So können nicht nur die eigenen Server benutzt werden, sondern es ist gleichzeitig der Zugriff auf den ganzen Cluster möglich.

Weiterhin wird derzeit der Speicher des Clusters perfektioniert: Ein paralleles Dateisystem mit Namen "Lustre" von HP ist landesweit beschafft worden und wird jetzt konfiguriert. Lokal sind in Heidelberg 32 Terabyte verfügbar. Dieses System gestattet es, dass alle 140 Blade-Server gleichzeitig auf Daten zugreifen können. Auch werden in die Blade-Server lokale Platten nachgerüstet, damit jeder einzelne während eines Rechenauftrags temporär seine Dateien zwischenspeichern kann.

Am bwGRiD-Projekt sind alle baden-württembergischen Universitäten beteiligt. Ziel ist, ein gemeinsames Hochleistungs-Rechnernetz aufzubauen. Finanziert wird das Projekt weitgehend vom Land Baden-Württemberg und vom BMBF. "Neben der lokalen Speicheraufrüstung bekommt das ganze bwGRiD jetzt auch ein globales Speichersystem für alle Standorte in Baden-Württemberg, so dass von überall auf die gleichen Daten zugegriffen werden kann", berichtet Steffen Hau. Der verteilte Speicher wird derzeit in Karlsruhe in Betrieb genommen.

"Sobald die verschiedenen Speicherstufen vollständig installiert und konfiguriert sind, läuft das bw-GRiD offiziell, denn zurzeit befinden wir uns immer noch in der Projektphase", erklärt Rolf Bogus, der stellvertretende Direktor des URZ und Projektkoordinator für den Heidelberger bwGRiD-Cluster. Und dann sind natürlich schon wieder weitere Schritte geplant: "Als nächstes wollen wir eine eigene Benutzerverwaltung für Heidelberg und Mannheim einrichten, die es erlaubt, dass die Nutzer sich unter ihrer eigenen Rechenzentrums-Kennung an der Maschine anmelden."

Im bwGRiD-Projekt arbeiten die Rechenzentren Heidelberg und Mannheim in der technischen Administration und Anwendungsbetreuung eng zusammen. In absehbarer Zeit sollen nun die Cluster beider Standorte auch per InfiniBand über Glasfaser gekoppelt werden: So würden bei Abschicken eines Rechenauftrags nicht nur 140, sondern gleich 280 Blade-Server erreicht. "Eine direkte Kopplung über eine solche Entfernung ist bislang einzigartig", so Rolf Bogus, der dem Versuch gespannt entgegen sieht: "Wichtig ist vor allem, dass man alles, was möglich sein könnte, ausprobiert."

Links:
http://www.urz.uni-heidelberg.de/

Webseite TylTag, 28.01.2009

Thema: k.D.

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