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Spammer formieren sich für neue Attacken  (Archiv) 
Archiviert: 09.02.2009
Die Masse an Spam-E-Mails liegt mittlerweile wieder bei 80 bis 90 Prozent jener Menge, die im vergangenen November weltweit im Umlauf war.


Damals wurde der kalifornische Provider McColo vom Internet getrennt, woraufhin die Spambelastung der Webcommunity drastisch zurückgegangen ist (diagramm berichtete: http://www.diagramm.net/index.php?i=NuN&id=5440&d=a ). Mittlerweile liegt das Gesamtaufkommen an unerwünschten Werbemails bei rund 75 Prozent aller gesendeten elektronischen Nachrichten, wie das Sicherheitsunternehmen MessageLabs http://www.messagelabs.com in einer aktuellen Aussendung bekannt gibt.

Das aktivste Botnetz ist laut MessageLabs ein Netzwerk mit dem Namen Mega-D. Pro Minute werden von Mega-D 26 Mio. Spamnachrichten verschickt. Mit einer Mio. aktiver IP-Adressen darf sich Cutwail hingegen derzeit als das größte ferngesteuerte Netzwerk bezeichnen. Im Moment geht die Masse der Spam-E-Mails von Computern aus, die mit dem Conficker-Wurm befallen sind, berichten die Security-Experten. Dazu kommen neue Netze wie Xarvester, Donbot oder Waledec, die als Nachfolger jener Botnetze gelten, die durch den Sturm-Wurm aufgebaut worden sind.

Donbot befindet sich noch im Aufbau. Laut Security-Experten kontrollieren die Botmaster mittlerweile jedoch bereits 125.000 Rechner. Waledec wird als Sturm-Wurm-Nachfolger gehandelt, das Netzwerk soll mehrere zehntausend Zombies umfassen. Im Januar war ein starker Anstieg des Spamaufkommens durch Waledec zu bemerken, wenngleich die Gesamtanzahl der versendeten Nachrichten noch relativ gering ist, berichtet Paul Wood, Sicherheitsexperte bei MessageLabs. "Allerdings liegt der Fokus der Botmaster derzeit noch auf dem Aufbau ihrer Netzwerke und weniger auf dem Verschicken von E-Mail-Werbung", so Wood. Xarvester ist ebenfalls im Wachsen und verfügt bereits über 60.000 Computer.

Beachtlich ist die mit Spam verbundene Datenmenge. Selbst wenn eine Werbenachricht im Durchschnitt lediglich sechs Kilobyte groß ist, summiert sich die Datenflut bei 18.000 Spams pro Nutzer und Monat auf 1,3 Gigabyte pro Jahr. Das durchschnittliche Datenvolumen von erwünschten E-Mails ist dagegen mit 20 Megabyte pro Nutzer und Monat eher bescheiden, berichtet antispameurope, ein Anbieter für Managed E-Mail-Security Services http://www.antispameurope.com Lediglich 15 Prozent des E-Mail-Datenvolumens sei erwünscht.

Webseite baer1, 28.01.2009

Thema: k.D.

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