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Autos sprechen mit der Straße: Live-Demonstration an DLR-Messstrecke in Berlin  (Archiv) 

Fahrzeuge und Straße reden miteinander
Archiviert: 21.12.2008
Straßenfahrzeuge werden sich zukünftig miteinander und über Sende- und Empfangsmodule an Ampeln, Kreuzungen oder ähnlichen Infrastruktureinrichtungen Informationen über Verkehrslage und Gefahren austauschen können.


Das europäische Projekt CVIS (Cooperative Vehicle Infrastructure Systems) legt mit der ersten universellen Plattform für Fahrzeug-Infrastruktur-Kommunikation die Basis für vielfältige Anwendungen dieser Zukunftstechnologie. Mit seiner Messstrecke "Ernst-Rusker-Ufer" in Berlin bietet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) dafür eine ausgezeichnete Testumgebung. Am 11. Dezember 2008 wird die zukünftig standardisierte Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Straße erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Live-Demonstration am Berliner Ernst-Ruska-Ufer zeigt Experten und Journalisten, wie Autofahrer zukünftig von der Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Infrastruktureinrichtungen profitieren können. Das Projekt CVIS kombiniert hierbei die Kommunikationstechnologien WLAN (Wireless Local Area Network), Infrarot und UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) in einer Plattform. Kernstücke der Entwicklung von CVIS sind standardisierte Schnittstellen, innovative Positionsbestimmung und ein adäquates Softwarekonzept. Mit ortsbezogenen Warnungen, individuellen Steckenempfehlungen und aktuellen Verkehrsinformationen kann die Fahrzeug-Infrastruktur-Kommunikation den Verkehrsfluss verbessern und die Sicherheit im Verkehr erhöhen. Koordiniert wird CVIS von ERTICO (European Road Transport Telematic Implementation Coordination Organization), einer branchenübergreifenden öffentlich-privaten Partnerschaft für intelligente Transportsysteme und Dienste in Europa.

Hochgenaue Fahrzeugortung für mehr Sicherheit im Verkehr

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt entwickelt mit seinen Partnern in einem Teilprojekt unter Leitung des Geodaten-Anbieters Navteq Europe eine innovative Ortungsplattform für das neue Kommunikationssystem im Projekt CVIS. Im Mittelpunkt stehen dabei neue Technologien für eine hochgenaue Fahrzeugortung und die Erstellung dynamischer, digitaler Karten. Zur Positionsbestimmung werden verschiedene Technologien integriert, darunter das europäische Satellitennavigationssystem Galileo und GPS (Global Positioning System) sowie Fahrzeugsensoren oder infrastrukturbasierte Verfahren. Ziel ist die Entwicklung einer standardisierten, kostengünstigen Ortungsplattform, die zuverlässige Ortsinformationen liefert und diese über Fahrzeug-zu-Fahrzeug- oder Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Kommunikation austauschen kann. Der Prototyp der Ortungsplattform wird im Zusammenspiel mit CVIS an der Messstrecke des DLR in Berlin getestet.

Im Projekt CVIS arbeiten 64 Partner zusammen, darunter viele europäische Automobilhersteller, Zulieferer, Forschungseinrichtungen und Behörden. CVIS wird von der Europäischen Union gefördert und läuft noch bis 2010.

Links:
http://www.dlr.de

Webseite utawa, 09.12.2008

Thema: k.D.

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