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Mediziner warnen vor Missbrauch von Krankenakten  (Archiv) 

Patientendaten müssen sicher bleiben (Foto: pixelio.de, Melanie Vollmert)
Archiviert: 27.03.2008
Die deutsche Bundesärztekammer warnt vor einem drohenden Handel mit Patientendaten, der durch eine externe Speicherung von sensiblen Informationen möglich wird.


Derzeit wird zwischen der AOK Baden-Württemberg, dem Hausärzteverband und dem MEDI Verbund verhandelt, wie die künftige Aufbewahrung der Patientendaten erfolgen soll. Vorgesehen ist, dass die Ärzte diese Informationen in persönliche Gesundheitsakten einspeisen, die von den Krankenkassen finanziert werden. Problematisch sei dies vor allem deshalb, weil die Speicherung auf zentralen Servern der Industrie im Auftrag der Krankenkassen erfolgt, so die Bundesärztekammer.

Franz-Joseph Bartmann, Vorsitzender des Ausschusses "Telematik" der Bundesärztekammer weist darauf hin, dass im Gegensatz dazu die rechtlichen Rahmenbedingungen des Gesundheitskarten-Projekts jede kommerzielle Nutzung von Patientendaten ausdrücklich unter Strafe stellten. "Eine Nutzung der Daten der elektronischen Gesundheitskarte durch andere Personen als den Patienten sowie Mitarbeiter der Gesundheitsberufe ist ausgeschlossen. Gesichert sind die Informationen zudem durch die Verschlüsselung mit Hilfe der Chipkarte unter der Kontrolle des Patienten", so Bartmann. Die Kammer fordert Ärzte auf, sich bis zum nächsten Ärztetag im Mai gegen den Einfluss von Industrieunternehmen auszusprechen. Deren Geschäftsmodelle würden offenbar auch den Handel mit Patientendaten mit einbeziehen, so die Medizinervereinigung.

Aber auch die elektronische Gesundheitskarte ruft Kritiker auf den Plan, denen die zentrale Speicherung der Patientendaten - egal auf welchem Server - ein Dorn im Auge ist. "Eine zentrale Speicherung birgt hohe Gefahren in sich", warnt Joachim Jakobs, Sprecher der Initiative privatsphaere.org http://www.privatsphaere.org. Neben einem unbefugten Zugriff und dem damit verbundenen Missbrauch der Daten müsse zudem die Möglichkeit der mutwilligen Datenmanipulation beachtet werden. Kriminelle würde mit den zentralen Servern ein einziges, großes Ziel geboten werden. Die Initiative fordert daher eine Überarbeitung des technischen Konzepts und die Entwicklung einer dezentralen Lösung. "Damit hätten die Angreifer nicht nur ein sondern 80 Mio. Ziele, die dadurch für Kriminelle wesentlich weniger interessant wären", so Jakobs.

Besorgniserregend ist für Datenschützer sowie Ärzte auch die sich abzeichnende Kommerzialisierung der Krankenakten. In den USA hat der Suchmaschinenriese Google bereits erste Tests mit seiner Software Google Health gestartet. Die Online-Patientenakte kann, so sieht es Google vor, weiterverkauft werden. Zwar ist dafür eine explizite Zustimmung des Patienten notwendig, allein die Möglichkeit einer kommerziellen Weiterverwendung sei jedoch schon alarmierend, so die Ärztekammer. "Wir dürfen nicht zulassen, dass Patientendaten zur Handelsware werden. Diese hochsensiblen Gesundheitsdaten gehören nicht in die Hände von unbefugten Dritten, die in Betracht ziehen, daraus ein Geschäft zu machen", sagte Bartmann. Auch bei der notwendigen kritischen Auseinandersetzung mit der elektronischen Gesundheitskarte dürften andere Bedrohungen gegenüber den Patientendaten nicht ignoriert werden, fordert der Mediziner.

Links:
http://www.baek.de

Webseite Zoran, 25.03.2008

Thema: k.D.

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