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Highspeed-Web: Kunststoff löst Glasfaser ab  (Archiv) 

Kunststoff soll Highspeed-Verkabelung mit Lichtwelleleiter günstiger machen
Archiviert: 20.03.2008
Die auf Glasfasertechnik spezialisierte Luceat SpA mit Sitz in Dello bei Brescia hat einen aus Kunststoff gefertigten Lichtwellenleiter für die Datenübertragung im häuslichen Nahbereich entwickelt.


Im Vergleich zu den aus Siliziumdioxid hergestellten Glasfaserkabeln zeichnet sich diese Technologie durch zahlreiche technische und wirtschaftliche Vorzüge aus. "Unser Lichtwellenreiter ist nicht nur kostengünstig und platzsparend, sondern auch vibrations- und stoßfest," erklärt Firmenchef Alessandro Nocivelli.

Ein weiterer Vorteil der neuen Kabeltechnik ist deren Gewicht und Flexibilität. Die extrem leichten Kabel - sie wiegen lediglich sechs Kilogramm pro Kilometer - können auf einfache Weise miteinander verbunden und sogar parallel zu vorhandenen Stromleitungen geschaltet werden. Damit käme auch eine Installation in älteren Gebäuden in Betracht. Zudem seien keine spezifischen Fachkenntnisse erforderlich, heißt es vonseiten des Unternehmens. "Jeder kann die unkomplizierten Lichtwellenleiter aus Kunststoff installieren. Bei Großaufträgen kommt die schnelle Plastikvariante sogar billiger als die bislang verwendeten Kupferkabel", streicht Nocivelli die Vorteile der Kunststoffkabel heraus.

Außerdem gebe es kaum klimatische Einschränkungen. "Die Kabel sind bei Temperaturen bis minus 40 und plus 85 Grad Celsius funktionsfähig," so der Ingenieur. "Die Verwendung von hochmolekularem Polyäthylen macht sie nicht nur gegen elektromagnetische Felder, sondern auch gegen Feuchtigkeit und Salzeinwirkung resistent. Deshalb sind bei uns Garantiezeiten von zwanzig Jahren üblich."

In die Entwicklung des innovativen Glasfaserkabels hat Nocivelli zusammen mit dem Gründungspartner Metallurgica Bresciana SpA zwei Mio. Euro gesteckt. Dabei stammt eine Mio. Euro aus Mitteln des sechsten und siebenten EU-Rahmenforschungsprogramms. In Dello steht das europaweit einzige Werk, in dem statt des herkömmlichen Quarzglases aus organischem Glas bestehende Lichtwellenleiter hergestellt werden. Zwei Drittel der Produktion gehen in die Domotik und Kameraüberwachung. Wegen der vorzüglichen physikalischen Eigenschaften sind die Produkte außerdem als Hintergrundbeleuchtung von Tastaturen, LCDs und Autoarmaturen sowie für Systeme des Home Networking geeignet.

Links:
http://www.luceat.it

Webseite inetler, 08.03.2008

Thema: k.D.

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