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Datenschutz - Ihr gutes Recht  (Archiv) 

Archiviert: 18.10.2011
Das Datenverarbeitungsregister ist ein öffentliches Register. Jeder kann kostenlos Einsicht nehmen.


Jeder hat ein Recht auf Datenschutz.

Der Schutz von persönlichen Daten ist keine lästige Nebensache: Datenschutz ist ein Menschenrecht und deshalb auch nicht auf Staats- oder EU-Bürger beschränkt Jeder, der Daten über Sie sammelt, muss dafür einen berechtigten Grund haben.

Das Grundrecht auf Datenschutz schützt Sie vor unzulässiger Ermittlung, Speicherung und Auswertung Ihrer Daten sowie vor Weitergabe Ihrer Daten. Dieses Grundrecht besteht sowohl gegenüber dem Staat, als auch gegenüber Unternehmen und sogar gegenüber Privaten, die Daten verarbeiten.

Wozu dient Datenschutz nicht?

Sie können sich nicht auf das Grundrecht auf Datenschutz berufen, um Ihren rechtlichen Verpflichtungen zu entgehen. Natürlich darf das Finanzamt Ihre Daten zur Steuerberechnung heran ziehen. Natürlich darf ein Unternehmen, mit dem Sie eine Ratenzahlungsvereinbarung getroffen haben, Ihre Daten verwenden und auch Dritten weitergeben, um die Zahlungen sicherzustellen.

Das Datenschutzgesetz gewährt dem Betroffenen

das Recht der Geheimhaltung personenbezogener Daten
das Recht auf Auskunft bzgl. der über ihn gespeicherten Daten
das Recht auf Richtigstellung unrichtiger Daten
das Recht auf Löschung unzulässigerweise verarbeiteter Daten
das Recht auf Information, zu welchem Zweck Daten über den Betroffenen verarbeitet werden.
Personenbezogene Daten
Das sind alle Daten, die mit Ihnen in Zusammenhang gebracht werden können. Dazu zählen sämtliche Informationen über natürliche oder juristische Personen, zum Beispiel Name, Adresse, physiologische Merkmale oder auch Einkaufsgewohnheiten.
Letztlich sind sehr viele Daten ”personenbezogen” und daher geschützt. Den Unternehmern ist dies allerdings nicht immer bewusst oder sie setzen sich über ihre Verpflichtung zum Datenschutz hinweg.
Für den Gebrauch anonymisierter Daten gilt kein Datenschutz.

Diese Daten sammeln Telefonunternehmen

Telefonunternehmen sowie Internetprovider sind an das Fernmeldegeheimnis gebunden und unterliegen strengen Datenschutzbestimmungen. Natürlich dürfen sie die zur Verrechnung nötigen Daten sammeln und eine gewisse Zeit lang speichern.
Dazu gehören auch die Einzelgesprächsnachweise, aus denen hervorgeht, welche Nummer Sie wann und wie lange angerufen haben. Die letzten Stellen der angerufenen Nummer werden allerdings anonymisiert. Inhaltsdaten, also betreffend den Inhalt von Telefongesprächen oder von E-Mails, dürfen nicht gespeichert werden. Auch Behörden haben darauf nur Zugriff über einen richterlichen Befehl.

Telefonunternehmen führen über Sie üblicherweise Bonitätsprüfungen durch und melden dem Kreditschutzverband weiters, wenn Sie ihre Rechnung nicht bezahlen. Auch viele Versandhandelsunternehmen melden dem Kreditschutzverband, wenn Sie ein säumiger Zahler sind.

Diese Daten sammelt die Polizei

Auch das Sicherheitspolizeigesetz enthält datenschutzrechtlich relevante Regelungen. Beispielsweise betreffend die Zulässigkeit der Ermittlung und Verarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen des EKIS (Elektronisches Kriminalpolizeiliches Informationssystem).

Gemäß Sicherheitspolizeigesetz kann jeder bei derjenigen Sicherheitsbehörde, die über ihn Daten angelegt hat (z.B. Bundespolizei, Bundesministerium für Inneres), Auskunft darüber begehren und gegebenenfalls Richtigstellung oder Löschung verlangen.

So finden Sie heraus, wer Ihre Adresse verwendet

Datenverarbeitungen sind dem Datenverarbeitungsregister zu melden sofern nicht bloß eine sogenannte Standardanwendung vorliegt. Diese Standardanwendungen werden in einer Verordnung genannt und kommen häufig vor - z.B. eine Datenverarbeitung betreffend Kundenbetreuung und Marketing für eigene Zwecke.

Das Datenverarbeitungsregister ist ein öffentliches Register. Jeder kann kostenlos Einsicht nehmen. Die DVR-Nummer ist auf allen Geschäftspapieren anzuführen.
Aufgrund der DVR-Nummer können Sie beim Datenverarbeitungsregister (Bundeskanzleramt Hohenstaufengasse 3, 1010 Wien; E-Mail: dvr@dsk.gv.at) erfahren, wer hinter der Sendung steckt. Unternehmen, die Daten verwenden, haben gemäß dem Stand der Technik ein höchstmögliches Schutzniveau zu gewährleisten. Protokoll- und Dokumentationsdaten dürfen nur zu Kontrollzwecken verwendet werden und sind drei Jahre aufzubewahren. Alle Mitarbeiter sind zur Geheimhaltung der ihnen bekannt gewordenen Daten verpflichtet.

Quelle: arbeiterkammer

Webseite HerrTa, 06.10.2011

Thema: Datenschutz

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