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Iran nimmt anonyme Web-Aktivisten ins Visier  (Archiv) 

Anonymität: Für Aktivisten im Internet überlebenswichtig
Archiviert: 02.04.2011
Internet-Aktivisten im Iran sind erneut ins Visier der Staatsgewalt geraten.


Die Behörden in Teheran haben ihre Technologien zur Überwachung der Online-Kommunikation dabei mittlerweile deutlich verbessert. Sie haben es offenbar sogar geschafft, das weltweit bekannte Tor-Netzwerk für iranische User vorübergehend unzugänglich zu machen, berichtet der Telegraph. Mit dem Programm können Anwender im Web anonym surfen, ohne Spuren wie die eigene IP-Adresse zu hinterlassen, die eine Verfolgung ermöglichen würden. Nun hat der Iran womöglich doch einen Weg gefunden, die Identität der Oppositionellen zu entlarven.

Das Tor-Netzwerk ist derzeit die führende Anti-Überwachungstechnologie im Web. Darin sind zu jeder Zeit rund 250.000 Computer rund um den Globus miteinander verbunden. Die Anwendung hindert totalitäre Regime nicht nur an der Enttarnung anonym surfender User, sondern auch am Lauschangriff auf ihre Kommunikation im Internet. Sie sollen beispielsweise nicht feststellen können, welche Informationen Nutzer per E-Mail erhalten und senden bzw. welche Inhalte sie in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter veröffentlichen.

Plötzlicher Einbruch von Nutzerzahlen

Anonymität hatten auch die libyschen User von Facebook gefordert - aus Angst vor politischer Verfolgung (diagramm berichtete: http://diagramm.com/news/110223014/). So sind das Internet und insbesondere die Social Networks zu einem mächtigen Instrument der Demokratiebewegung in den arabischen Ländern geworden. Noch vor den ersten Protesten in Ägypten ist dem Iran jedoch offenbar ein Schlag gegen Tor gelungen. Mitte Januar ist die Zahl der Computer im Netzwerk bei einem Provider plötzlich von über 11.000 auf null eingebrochen. Jeglicher andere verschlüsselte Datenverkehr wie Online-Banking blieb hingegen weiterhin aufrecht.

Iranische Behörden hatten es erstmals geschafft, ausschließlich Tor-Verbindungen zu identifizieren und zu sperren - und damit womöglich auch, die Identität von Aktivisten aufzudecken. Die sogenannte "Deep Packet Inspection"-Technologie hat die Lücke offenbart. Laut Telegraph haben die Betreiber des Tor-Projekts, hinter dem auch die US-Regierung steht, auf den Vorfall reagiert und die Software überarbeitet. Tor-Verbindungen unterscheiden sich trotz Anonymität nun nicht mehr von gewöhnlichem Datenverkehr, wodurch die User-Zahlen im Iran wieder auf gewohntem Niveau liegen. Ob es zu Konsequenzen für iranische Nutzer gekommen ist, ist jedoch nicht bekannt.

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