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Wikileaks: Hacker-Attacken auf Mastercard und Co  (Archiv) 

Im Internet formiert sich Protest (Foto: wikileaks.com)
Archiviert: 25.12.2010
Nach der gerichtlichen Verfolgung und Verhaftung des Wikileaks-Gründers Julian Assange und den Entscheidungen unterschiedlicher Banken und Unternehmen, die Finanzierung der Enthüllungsplattform zu blockieren, schlägt nun die Hacker-Gemeinschaft zurück


Opfer der Hacker

Jüngstes Opfer ist das Kreditkartenunternehmen Mastercard - anonyme Hacker hätten die Website des Unternehmens angegriffen und abgedreht, genauso wie die Website der schwedischen Staatsanwaltschaft, die gegen Assange ermittelt, berichtet die BBC. Die Schweizer Bank, die Assanges Konten einfrieren ließ oder das Online-Zahlungsunternehmen PayPal, das keine Spenden an Wikileaks mehr zuließ, wurden ebenfalls Opfer der Hacker.

Das erklärte Ziel der Aktivisten ist es, Unternehmen abzustrafen, die der Plattform Wikileaks in den Rücken fallen. Immer wieder verkünden sie online Erfolgsmeldungen über weitere Hack-Attacken. Allesamt seien sie "die Antwort auf die Verhaftung von Julian Assange", so ein Statement.

Konzentrierte Angriffe

Die Hacker gingen bei ihren Attacken sehr fokussiert vor, so Noa Bar Yosef, Sicherheitsexperte bei Imperva http://www.imperva.com. Für die sogenannte Denial-of-Service-Attacken würden sie ihre Unterstützer rekrutieren und mit konzentrierten Angriffen Websites so in Sekundenschnelle überlasten.

"Wir denken, dass Wikileaks inzwischen mehr ist, als eine Enthüllungsplattform, nämlich ein Schlachtfeld für die Auseinandersetzung der Menschen gegen die Regierungen", erklärt ein anonymer Hacker aus der Protestbewegung die Motivation hinter den Angriffen. "Das Ziel ist nicht die Unternehmen zu zerstören, aber sie aufzurütteln."

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