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Hacker kontrollieren Botnet über Twitter  (Archiv) 

Cyberkriminelle: Setzen zur Steuerung infizierter PCs auf Soziale Netzwerke
Archiviert: 30.09.2010
Das Security-Unternehmen Trend Microhat kürzlich ein neues Botnet in Mexiko entdeckt, das über das soziale Netzwerk Twitter ferngesteuert wurde.


Es diente Cyberkriminellen als Plattform für Spam, Phising-Angriffe und DDos-Attacken. Das Botnet, das die Sicherheitsexperten in Mexiko ausfindig machen konnten, wurde schon kurz nach seiner Entdeckung durch die Betreiber stillgelegt. Es ist ein weiteres Beispiel dafür, dass soziale Netzwerke ein willkommenes Werkzeug für Cyberkriminelle sind.

Kein Server zur Steuerung notwendig

Online-Kriminelle erlangen durch den Einsatz sozialer Netzwerke als Kommandozentrale für ihre Zombie-PCs eine Reihe von Vorteilen. "Ein soziales Netzwerk zu benutzen, bedeutet, dass keine Installation, Konfiguration und kein Command-and-Control-Server mehr notwendig sind", erklärt Ranieri Romera, Sicherheitsexperte bei Trend Micro. Stattdessen wird einfach das soziale Netzwerk benutzt, um infizierten PCs Kommandos zu geben.

"Nachrichten, die über einen bestimmten Account gepostet werden, senden sofort Instruktionen an die Zombie-PCs", erklärt er. Dabei ist vor allem Twitter interessant für Cyberkriminelle, da die darüber verbreiteten Nachrichten schnell in den Unmengen an Posts pro Tag untergehen und nicht weiter auffallen. Aber auch Facebook-Profile können von Hackern benutzt werden, um Botnets zu steuern.

Untersuchungen bei vier verschiedenen Botnetzen

Trend Micro hatte das Botnet im Zuge einer genaueren Analyse von vier derartigen Netzwerken in Mexiko entdeckt. Alle vier wiesen einen ähnlichen Aufbau auf und machten Verwendung von PHP-Scripts. Die vier Netzwerke mit infizierten PCs waren kollektiv in Cybercrime-Aktivitäten involviert. Es ist also davon auszugehen, dass die Betreiber der Botnets in Kontakt stehen oder alle vier von der gleichen Gruppierung betrieben wurden.

Mittlerweile sind die Netzwerke offline. "Nachdem wir das Botnet ausfindig gemacht hatten, konnten wir keine Kommandoaktivität mehr beobachten", sagt Rik Ferguson, ebenfalls Sicherheitsexperte bei Trend Micro. Für Anwender eines aktuellen Virenscanners besteht mittlerweile keine Gefahr mehr, da die Malware inzwischen korrekt erkannt wird.

Links:

http://www.trendmicro.com


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